Kleines Lexikon der Fachbegriffe (2)

Lens Flare

 Ein Flare oder ein Lens Flare ist eine (ursprünglich ungewollte) Abbildung des Lichts und/ oder der Optik auf dem Filmmaterial oder dem Sensor. Eine direkte Einstrahlung einer Lichtquelle kann bei einem optischen System wie einer Kamera dazu führen, dass  bestimmte Elemente (zum Beispiel der Optik) auf dem Filmmaterial oder dem Sensor dargestellt werden. Ein typisches Beispiel wäre ein Sonnenuntergang, wobei einzelne Optikelemente z.B. die Linsen als Kreise oder die Blendenlamellen als Vieleck dargestellt werden. Eine Ausnahme ist das sogenannte Film Burn Flare: Dieser Effekt tritt hauptsächlich bei schlecht gewarteten oder billigen analogen Filmkameras oder am Anfang und Ende einer Filmrolle. Hierbei liegt entweder das Material nicht ganz plan am Bildfenster an oder die Kamera ist nicht völlig lichtdicht, hierbei treten (meist) rötliche, unscharfe Einstrahlungen in den Vordergrund, die Farbe und Kontrast des Films verfälschen. Mittlerweile sind Lens Flares ein beliebtes Stilmittel geworden und lassen sich in fast jedem Schnitt- oder Compositingprogramm auch digital hinzufügen. Einer der ersten Filme, die Lens Flares als positives Stilmittel benutzten war “Easy Rider” von 1969. Vielleicht werden auch deshalb oft Lens Flares und Film Burns mit den Sechziger und Siebziger Jahren assoziiert. Fortsetzung folgt…

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